Corona-Forschung ist nur was für Wissenschaftler und Labormitarbeiter? Das stimmt nicht mehr, denn heute trägt fast jeder von uns einen leistungsstarken Computer in der Hosentasche umher. In diesem Beitrag erkläre ich, wie jeder die Corona-Forschung unterstützen kann. Mit dem Smartphone und wenig Aufwand.

Falls du sofort erfahren möchtest wie du mitmachen kannst, tippe bitte hier. Du springst anschließend zum richtigen Absatz.

Künstliche Intelligenz und die Suche nach einem Heilmittel

Forschungsprojekte gehen mit vielen Daten einher. Ein sehr einfaches Beispiel sind wissenschaftliche Studien. Es werden massenhaft Daten gesammelt, anschließend ausgewertet und auf deren Grundlage Schlüsse gezogen. In bestimmten Fällen gibt es keine konkreten, auswertbaren Daten, sondern lediglich quantitative Möglichkeiten. Dafür braucht es Computer, die sämtliche Möglichkeiten simulieren und dokumentieren (zum Beispiel bei der Frage, wie sich das Coronavirus im Laufe der Monate verändern wird). Das ist nur ein Beispiel von vielen, dazu noch sehr anschaulich erklärt.

Der Europäische Rat schreibt zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der Forschung: „Die erste Aufgabe der KI, die angesichts einer Gesundheitskrise erwartet wird, ist sicherlich die Unterstützung der Forscher bei der Suche nach einem Impfstoff, der in der Lage ist, das Pflegepersonal zu schützen und die Pandemie einzudämmen.“

Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist keine Science-Fiction mehr, sondern längst verbreitete Praxis.

Simulation und Analyse benötigt starke Computer

Für die Simulation und Auswertung von großen Datenmengen gibt es zwei Ansätze. Eine kleine Gruppe von Menschen baut ein großes Computer-Netzwerk auf. Oder man nutzt die bereits vorhandenen Ressourcen und ermutigt eine große Gruppe von Menschen dazu, einen kleinen Teil ihrer sowieso vorhandenen Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. Die meisten Smartphones sind so leistungsstark, dass sich der Prozessor bei normaler Nutzung „langweilt“. Warum also nicht dem schlafenden Prozessor Aufgaben zuweisen, für die er Kapazitäten frei hat?

Genau das ist der Ansatz geteilter Rechenleistung. Man lädt sich die benötigte App herunter, die ohne Registrierung nutzbar ist. Anschließend wählt man das entsprechende Projekt und kann den Prozessor des Handys im Hintergrund arbeiten lassen. Daraus resultiert eine gewaltige „Rechenblase“, in der Millionen Geräte dezentral Daten in kleinen Mengen bearbeiten. Die Rechenleistung, die dadurch zur Verfügung steht, ist nicht in Worte zu fassen.

Und so kannst du mitmachen (selbst getestet)

Alles was du brauchst ist dein Smartphone und eine App. Die kostenlose App DreamLab gibt es im Google Play Store und Apple App Store. Beim ersten Öffnen gibt es eine Willkommensnachricht und einige Informationen. Anschließend wird aufgrund der Dringlichkeit automatisch das Projekt Corona-AI (Phase X) ausgewählt. Am 25. Mai 2021 befand sich das Projekt in Phase 4. Optional kann unter „Projekte“ auch ein anderes Projekt gewählt werden.

Konkret steht in der Beschreibung des Projekts: Fortsetzung der Erforschung synergetischer Arzneimittel- und Lebensmittelmolekülkombinationen für die Anti-Coronavirus-Therapie (Continuation of discovering synergetic drug and food molecule combinations for anti-coronavirus therapy)“. Das Projekt erforscht also die Wechselwirkung zwischen Molekülen. Wer sich die App lädt, unterstütz dieses Vorhaben.

Wenn man die App geladen hat und diese rechnen lässt, wird also die Wechselwirkung zwischen Molekülen simuliert und dokumentiert. Damit beteiligt man sich direkt an der Corona-Forschung. Welche Lebensmittel in Kombination mit Arzneitmitteln die Vorbeugung oder Behandlung von Covid-19 fördern.

 

Bild 1: Im ersten Bild wird angezeigt, der wie vielte Nutzer man ist, der Dreamlab verwendet.

Bild 2: Weitere Informationen darüber, wie die App funktioniert.

Bild 3: Weitere Informationen darüber, wie die App funktioniert.

Bild 4: Einstellungen, ob die App mobile Daten verwenden darf.

Bild 5: Das Ende des Tutorials ist erreicht.

Bild 6: Der Startbildschirm mit Timer und Anzeige, wie viele Aufgaben bereits berechnet wurden.